Verschleppte Erkältung – Symptome und mögliche Folgen

Eine Erkältung wird von vielen Menschen auf die leichte Schulter genommen. Wird sie jedoch verschleppt, kann das Folgen haben. Auch bei einer Erkältung braucht der Körper Ruhe, damit er gegen die Erkrankung vorgehen kann. Alles was man eine verschleppte Erkältung, Behandlungsmöglichkeiten und mögliche Folgeerkrankungen wissen sollte, zeigt der folgende Beitrag.

Die Anzeichen für eine verschleppte Erkältung

Eine Erkältung ist unangenehm, aber bei einem unkomplizierten Verlauf auch recht schnell durchgestanden. Meist sind es sieben bis neun Tage und dann lassen die Symptome auch schon nach. Wenn die Symptome nach dieser Zeit nicht nachlassen und abklingen, ist zu vermuten, dass eine verschleppte Erkältung vorliegt.

Viele Erwachsene sehen die Erkältung zwar als lästig an, haben aber nicht den Willen, dem Körper die notwendige Ruhe zu gönnen. Schnell ist es dann passiert, dass die Erkältung vom Körper nicht optimal bekämpft werden kann.

Ein angegriffenes Immunsystem arbeitet nicht optimal

Auch wenn die Erkältung auf den ersten Blick für den Betroffenen vielleicht nicht so stark erscheint, so versetzt sie den Körper jedoch in Alarmbereitschaft. Das Immunsystem ist aktiv am Arbeiten. Das Ziel des Immunsystems ist es, gegen die Erreger vorzugehen und diese aus dem Körper zu vertreiben.

In diesem Zeitraum haben weitere Erreger ein leichtes Spiel beim Eindringen in den Körper. Der Körper wird dann schnell überfordert, wenn er nicht die Ruhe und Zeit hat, die Erkältung zu bekämpfen. Es kann zu einer sogenannten Superinfektion kommen. Wenn nicht nur die Bakterien als Auslöser der Erkältung im Körper sind, sondern auch weitere Bakterien für Erkrankungen sorgen, kann es zu weiteren Erkrankungen kommen.

Zudem kann es passieren, dass die Auslöser der Erkältung nicht im Mund- und Rachenraum bleiben. Sie können sich auch auf andere Organe legen. In dem Fall wird dann von einer verschleppten Erkältung gesprochen.

Damit es soweit nicht kommt, sollte generell auf ein starkes Immunsystem geachtet werden. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung sind die wichtigsten Grundlagen.

Wie kann eine verschleppte Erklärung behandelt werden?

Wer das Gefühl hat, dass seine Erkältung verschleppt wurde, sollte einen Arzt aufsuchen. Zu diesem Zeitpunkt sind Hausmittel keine ausreichende Form der Behandlung mehr. Es ist wichtig, durch den Arzt prüfen zu lassen, ob Folgeerkrankungen vorliegen und wie diese zu behandeln sind.

Zu den leichten Folgeerkrankungen gehören Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Hier reicht es oft schon aus, abschwellende Nasensprays einzusetzen und den Körper durch Schleimlöser zu unterstützen (s. auch Nasenspray zur Behandlung einer angeschwollenen Nasenschleimhaut (verstopfter Nase)). Sollte sich zeigen, dass die Nasennebenhöhlen bereits eitriges Sekret absondern, kann von einer bakteriellen Entzündung ausgegangen werden.

Eine vorliegende bakterielle Entzündung kann möglicherweise nur noch durch Antibiotika behandelt werden (s. auch Antibiotika bei Erkältung und deren Wirkungsbereich). Dies gilt auch dann, wenn sich Entzündungen der Mandeln oder der Ohren zeigen.

Wenn der Betroffene bereits unter schweren Folgeerkrankungen oder Komplikationen leidet, ist die Kontrolle durch einen Spezialisten notwendig. Teilweise kann eine Behandlung in einer Klinik die einzige Möglichkeit sein.

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Mögliche Folgeerkrankungen durch eine verschleppte Erkältung

Die Problematik der verschleppten Erkältung liegt in erster Linie bei den Folgeerkrankungen, die darauf basieren können. Dabei kann es sich um unterschiedliche Erkrankungen handeln, die auch gleichzeitig auftreten können.

Damit ein Patient einschätzen kann, ob der Körper durch weitere mögliche Erkrankungen belastet wird, ist es wichtig zu wissen, welche Krankheiten entstehen können. Dies sind:

  • Die Mittelohrentzündung
    Eine Mittelohrentzündung wird durch die Erreger der Erkältung hervorgerufen. Das Problem ist, dass eine Verbindung zwischen Mittelohr und Nasen- sowie Rachenraum vorliegt. Über diese Verbindung können die Krankheitserreger wandern. Es erfolgt eine Entzündung. Starke Schmerzen in den Ohren sind ebenso ein Hinweis, wie das Gefühl, nicht mehr richtig hören zu können.
  • Die Sinusitis
    Die Sinusitis ist eine der häufigsten Folgen einer verschleppten Erkältung. Es handelt sich um die Nasennebenhöhlenentzündung, bei der es zu einer verstärkten Bildung von Sekret kommt. Die Nase ist verstopft und das Sekret kann nicht abfließen. Es sammelt sich im Bereich von Wange, Augen und Stirn. Kopfschmerzen sowie Druckschmerzen sind ein Symptom.
  • Die Tonsilitis
    Auch die Mandeln können in Folge einer verschleppten Erkältung betroffen sein. Das erste Anzeichen sind Schmerzen im Hals beim Schlucken. Der Arzt erkennt eine Mandelentzündung daran, dass die Mandeln belegt, geschwollen und gerötet sind. Hier ist eine Behandlung mit Antibiotika teilweise notwendig.
  • Die Entstehung einer Bronchitis
    Bereits eine etwas schwerere Folgeerkrankung ist die Entstehung einer Bronchitis. In dem Fall sind die Erreger der Erkältung aus dem Bereich der oberen Schleimhäute in die Bronchien gewandert. Ein starker Husten ist eines der ersten Anzeichen. Schmerzen im Hals sowie Auswurf und Sekret deuten ebenfalls auf eine Bronchitis hin.
  • Die Lungenentzündung
    Eine Kontrolle durch einen Spezialisten kann vor allem dann notwendig werden, wenn der Patient unter einer Pneumonie leidet. Je nach Fortschritt der Erkrankung können sich die Symptome unterscheiden. Schüttelfrost und Gliederschmerzen, Husten und Fieber sowie Probleme mit dem Kreislauf sind Anzeichen. Zudem zeigen sich Schmerzen beim Husten.
  • Die Meningitis
    Auch eine Hirnhautentzündung kann entstehen. Diese Erkrankung ist selten, kann aber entstehen, wenn die Erreger der Erkältung in das Gehirn gelangen. Betroffene rechnen meist nicht mit einer Meningitis. Auffällige Symptome sind Fieber und ein steifer Nacken sowie starke Kopfschmerzen. Treten die Symptome auf, ist sofort der Arzt aufzusuchen.

Wenn sich die verschleppte Erkältung auf das Herz legt

Es gibt den Hinweis, dass sich etwas auf das Herz legt. Das kann tatsächlich passieren. Wenn eine Erkältung verschleppt wird, besteht die Gefahr, dass die Erreger wandern und den Herzmuskel reizen. Eine Herzmuskelentzündung ist dann das Ergebnis.

Die Problematik dabei ist, dass diese sich nicht mit direkten Symptomen zeigt und in den meisten Fällen dadurch erst spät entdeckt wird. Ist das Herz schon stark angegriffen, kann eine klassische Behandlung schwierig werden. Eines der Symptome, das besonders häufig auftritt, ist ein allgemeines Gefühl von Krankheit.

Betroffene sind müde und haben das Gefühl, gar nicht mehr aus dem Bett zu kommen. Sie fühlen sich allgemein unwohl. Nicht unbedingt zeigen sich Halsschmerzen und Husten. Oft wird davon ausgegangen, dass sich eine Herzmuskelentzündung mit Herzrasen oder auch Schmerzen in der Brust zeigt. Aber dies ist nur selten der Fall.

Daher ist es wichtig, dem Arzt zu berichten, wenn ein allgemeines Unwohlsein vorliegt. Dieser wird dann prüfen, ob eine Herzmuskelentzündung besteht. Im schlimmsten Fall kann es zu Herzversagen kommen.

Verschleppte Erkältung vorbeugen – so geht es

Eine verschleppte Erkältung kann also schwere Erkrankungen nach sich ziehen. Umso wichtiger ist es darauf zu achten, dass diese gar nicht erst entstehen kann. Hier lässt es sich vorbeugen. Neben dem oben genannten Fakt, dass ein starkes Immunsystem die beste Grundlage ist, helfen auch die folgenden Punkte:

  • Ruhe
    Auch wenn es schwerfällt, sollte sich bei einer Erkältung Ruhe gegönnt werden. Einige Tage auf dem Sofa oder im Bett helfen dem Körper bereits dabei, sich zu entspannen. Er kann gegen die Erkältung vorgehen und wird es so besser schaffen, die Erreger aus dem Körper zu vertreiben.
  • Flüssigkeit
    Bei einer Erkältung ist es wichtig, den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen. Das hält die Schleimhäute feucht und macht es den Erregern schwerer, sich auszubreiten. Zudem lindert Flüssigkeit die Schluckbeschwerden und regt den Stoffwechsel an.
  • Anstrengung vermeiden
    Viele Menschen gehen davon aus, dass mit Anstrengungen vor allem die körperliche Belastung gemeint ist. Allerdings kann der Körper auch unter einer seelischen Belastung leiden. Dies wirkt sich ebenfalls auf die Kraft aus und es fällt ihm schwer, die Erkältung zu bekämpfen.

Oft kommt eine Erkältung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Umso wichtiger ist es, sich die Zeit zu nehmen und den Körper so bei einer schnellen Heilung zu unterstützen.

Ärztliche Kontrolle bei Unsicherheit

Eine Erkältung kann sich ebenso ankündigen, wie eine Grippe. Grundsätzlich kann erst einmal davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Erkältung handelt. Wenn jedoch Gliederschmerzen, Fieber und starke Kopfschmerzen auftreten oder die Symptome auch nach mehreren Tagen nicht weniger werden, sollte der Patient einen Arzt aufsuchen.

Nicht immer bleibt es innerhalb des Zeitraumes von rund zehn Tagen bei einer Erkältung. Möglicherweise beginnt die Grippe mild, nimmt dann aber zu. Der Arzt kann in dem Fall entscheiden, welche Behandlung effektiv ist und dem Patienten raten, wie er sich weiter verhalten sollte.

Teilweise kann es sinnvoll sein, bei einer schweren Erkältung von Beginn an mit Medikamenten zu arbeiten.

Quellen:

  1. Werner Stingl: Influenza-Viren mit Phytotherapie bekämpfen. In: Ärzte Zeitung, Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheitspolitik, Medizin, Wirtschaft, Praxis. Veröffentlicht am 16. Dezember 2010. URL: aerztezeitung.de, zuletzt abgerufen am 03. April 2020.
  2. Erkältungszeit. Bayer HealthCare Deutschland (übermittelt durch news aktuell), Veröffentlicht am 29. August 2011. URL: presseportal.de, zuletzt abgerufen am 10. April 2020.
  3. R. Brenke: Das Potenzial der Sauna im Rahmen der Prävention – eine Übersicht neuerer Erkenntnisse. In: Forschende Komplementärmedizin. 2015, Band 22, Nr. 5, S. 320–325.
  4. Gesund werden: Erkältung & Grippe. Tipps zu Vorbeugung und Behandlung. IKK gesund plus. URL: ikk-gesundplus.de, zuletzt abgerufen am 03. April 2020.
  5. Dr. Carsten Lekutat: Grippe oder Erkältung? So erkennen Sie den Unterschied. Mitteldeutscher Rundfunk. Zuletzt aktualisiert: 13. März 2018. URL: mdr.de, zuletzt abgerufen am 03. April 2020.