Wie hoch ist die Sterberate der Influenza (Grippe)?

Medizinisch geprüft von: Thomas Fischer (Apotheker). Dieser Artikel wurde nach medizinischen Standards geschrieben. Info

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Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie rückt auch die Influenza immer mehr in das öffentliche Interesse. Grund dafür ist, dass häufig ein Vergleich der Mortalität herangezogen wird.

Verweise darauf, dass an der Influenza regelmäßig mehr Menschen sterben, sollen deutlich machen, dass die Corona-Pandemie nicht so gefährlich ist, wie es scheint. Doch was hat es mit der Mortalität tatsächlich auf sich? Wie setzt sich die Influenza Sterberate zusammen und warum fällt sie Jahr für Jahr so unterschiedlich aus? 

Robert-Koch-Institut als Anlaufstelle für die Influenza Sterberate

Wer mehr über die Influenza Sterberate erfahren möchte, der wird sich normalerweise beim Robert-Koch-Institut informieren. Hier finden sich die Zahlen aus den letzten Jahren. Diese machen deutlich, dass die Grippewinter normalerweise recht mild verlaufen.

Eine Ausnahme bildet die Saison 2017/2018. In dieser gab es mehr als 25.000 Todesfälle und damit war es die höchste Sterberate der letzten 30 Jahre.

Ebenfalls angegeben in den Statistiken werden die laborbestätigten Todesfälle. Diese lagen in der genannten Saison bei 1.674 Fällen. Im Vergleich zu der vorherigen Grippesaison gab es noch immer mehr als eine Verdoppelung der Todesfälle. Allerdings gilt dies nur bei den laborbestätigten Zahlen.

Ein Blick auf die Exzess-Todesfälle zeigt, dass hier nur ein Unterschied von rund 2.000 zu sehen ist.

Bevor es in die neue Grippesaison geht, erfolgt die Veröffentlichung der Auswertung der letzten Saison durch das Robert-Koch-Institut. Hier wird geprüft, welche Viren besonders stark verantwortlich für die Ausbrüche waren und wie sich die Verläufe zeigten.

Dabei prüft das RKI unter anderem, wie viele Arztbesuche im Rahmen der Grippe (Influenza) gemacht wurden und wie viele Behandlungen im Krankenhaus durchgeführt wurden. Auch die Zusammenfassung der Sterberate erfolgt. Hier muss jedoch erst einmal festgelegt werden, wann eine Person als an Influenza verstorben gilt.

Verzerrungen bei der Influenza Sterberate sind möglich

Die Angaben zur Sterberate bei Influenza (Grippe) sind immer vorsichtig zu sehen. Für die Saison der Jahre 2018/2019 hat das Robert-Koch-Institut in Deutschland rund 950 Todesfälle verzeichnet. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Todesfälle damit deutlich gesunken.

Es gibt jedoch mehrere Faktoren, die einen Einfluss auf die Sterberate nehmen können:

Ob ein Verstorbener in die Influenza Sterberate einfließt, hängt davon ab, welche Informationen dem Institut vorliegen. Daher handelt es sich lediglich um Schätzungen.

Angaben der Mortalität in Prozent

Um besser nachvollziehen zu können, wie hoch die Sterberate bei Influenza ist, wird diese nicht nur in reinen Todeszahlen, sondern auch in Prozent angegeben. Jährlich sterben den Schätzungen nach auf eine Anzahl von 1.000 Infizierten rund eine bis zwei Personen an Influenza.

Damit hat die Erkrankung eine Mortalität, die sich zwischen 0,1 bis hin zu 0,2 % bewegt. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Sterberate auf der Übersterblichkeit basiert. Das heißt, wenn die Mortalität der Influenza zusammengestellt wird, dann erfolgt eine Prüfung allein mit Blick auf die Grippesaison.

Richtig schützen – Vorsorge wird immer besser

Ein Grund dafür, dass die Sterberate bei der Influenza tendenziell abnimmt, ist der Schutz, der inzwischen geboten wird. An erster Stelle steht dabei die Impfung. Jährlich wird auf dem Markt ein neuer Impfstoff vorgestellt, der sich an den aktuellen Grippeviren orientiert.

Problematisch ist, dass nie erkennbar ist, wie der Virus mutiert. Daher ist ein vollständiger Schutz durch die Impfung nicht gegeben.

Beobachtungen zeigen jedoch, dass geimpfte Personen einen deutlich leichteren Verlauf der Grippe haben, wenn sie betroffen sind.

Es ist jedoch auch möglich, sich selbst zu schützen. Dabei spielt vor allem die Hygiene eine wichtige Rolle. Eine gesunde Lebensweise, die regelmäßige Reinigung der Hände sowie ein starkes Immunsystem sorgen dafür, dass eine Grippe keine Chance hat oder nur einen milden Verlauf nimmt.

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Symptome erkennen und richtig reagieren

Ein Problem bei der Influenza ist, dass der Verlauf bei jedem Betroffenen anders sein kann (s. auch Symptome und Anzeichen der Grippe (Influenza)). Häufig berichtet wird von starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber, das über mehrere Tage anhält. Betroffene fühlen sich schlapp und müde. Sie sind antriebslos und haben keinen Appetit.

Erkältungssymptome, wie Husten oder Schnupfen, sind nicht ganz so typisch. Eher wird von einem trockenen Reizhusten berichtet, der sich bilden kann. Übelkeit und Erbrechen sind ebenfalls möglich.

Wenn bemerkt wird, dass ein allgemeines Unwohlsein gepaart mit Kopf- und Gliederschmerzen auftritt, das auch nach einigen Tagen nicht nachlässt, sollte der Arzt aufgesucht werden. Auch wenn bei einer echten Influenza die Behandlung mit Medikamenten nur bedingt möglich ist, hilft es, auftretende Fälle zu melden.

Bei der Influenza handelt es sich um eine meldepflichtige Erkrankung. Stellt der Arzt fest, dass ein Patient an dem Virus leidet, wird er dies dem Gesundheitsamt melden. Das Gesundheitsamt nimmt dann mit den Patienten Kontakt auf.

Für Forschungszwecke wird unter anderem gefragt, wie der Verlauf der Erkrankung gewesen ist, an welchen Orten sich der Infizierte noch aufgehalten hat und ob auch Mitglieder der Familie betroffen sind. Auch diese Fakten spielen eine große Rolle bei der Einschätzung des Verlaufes der Influenza.

Fazit: Die Influenza Sterberate als Anhaltspunkt für die Entwicklung

Um ein Bild davon bekommen zu können, wie hoch die Sterberate bei der Influenza ist, besteht lediglich die Möglichkeit, die offenen Zahlen einzusehen.

Dabei ist zu bedenken, dass es sich um Schätzungen handelt, in die unter anderem auch Todeszahlen einfließen von Menschen, die mit Influenza gestorben sind. Gleichzeitig bleiben möglicherweise viele Fälle unerkannt, weil keine Prüfung der Labore auf eine vorliegende Erkrankung erfolgt ist.

Quellen

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  1. Gundolf Keil, Friedrich Lenhardt, Christoph Weißer: Vom Einfluß der Gestirne auf die Gesundheit und den Charakter des Menschen. Faksimile-Ausgabe des Manuskripts C54 der Zentralbibliothek Zürich (Nürnberger Kodex Schürstab). 2 Bände, Faksimile-Verlag, Luzern 1981/ 1983.
  2. Was ist Influenza? Universitätsklinikum Heidelberg URL: klinikum.uni-heidelberg.de, zuletzt abgerufen am 05. April 2020.
  3. Grippe (Influenza) – Informationen. Gemeinschaftspraxis M. Leimbeck und M. Klapsch. URL: hausarzt-braunfels.de, zuletzt abgerufen am 01. April 2020.
  4. Grippe. Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz. URL: gesundheit.gv.at, zuletzt abgerufen am 03. April 2020.