Erkältung oder COPD – was sind die Unterschiede?

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Die chronisch obstruktive Bronchitis ist eine Erkrankung der Atemwege, die nicht heilbar ist. Eine Erkältung ist ebenfalls eine Erkrankung der Atemwege. Durch Rhinoviren ausgelöst, lässt diese sich jedoch gut behandeln und verschwindet nach einigen Tagen wieder von selbst. 

Erkältung oder COPD – was sind die Unterschiede?

Bei COPD handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Atemwege, die einen schleichenden Verlauf nimmt und nicht heilbar ist (s. auch COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) – Anzeichen, Verlauf, Behandlung).

Sie tritt besonders häufig ab dem 40. bis zum 60. Lebensjahr auf und wird ausgelöst durch eine dauerhafte Belastung der Atemwege. Der häufigste Auslöser ist das Rauchen. Aber auch eine Schadstoff- oder Feinstaubbelastung stellt eine mögliche Ursache dar (s. auch Stufen und Stadien der chronisch obstruktiven Bronchitis).

Die Lunge und die Bronchien werden stark gereizt. Die Entzündungen nehmen zu. Husten und Schleimbildung sowie Entzündungen im Rachenbereich treten auf. Der Verlauf der Krankheit fällt bei jedem Patienten unterschiedlich aus.

Eine Erkältung ist eine Erkrankung der Atemwege, die durch Viren ausgelöst wird. Sie dauert häufig rund eine bis zwei Wochen und kann Symptome, wie Schnupfen und Husten, Kopfschmerzen oder auch eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) – Ursachen, Symptome und Behandlung) mit sich bringen.

Erkältungen heilen in der Regel gut wieder aus und können auch schon bei Babys auftreten.

Erkältung oder COPD – Ursachen im Vergleich

Als eine der wichtigsten Ursachen für die Entstehung einer COPD gilt das Rauchen. Rund 90 % der Erkrankten waren oder sind Raucher. In einigen wenigen Fällen zeigt sich auch eine genetische Veranlagung zur Entstehung von COPD.

Bei einem genetischen Auslöser ist das Alpha-1-Antitrypsin betroffen. Der Körper bildet Enzyme, die bei Entzündungen das betroffene Gewebe entfernen und somit den Körper wieder stärken. Bei einer genetischen Erkrankung kann es passieren, dass diese Enzyme auch das gesunde Gewebe angreifen und damit die Bronchien Schaden nehmen.

Weitere mögliche Ursachen sind:

Die Ursachen bei einer Erkältung sind überschaubar. Ausgelöst wird die Erkältung in den meisten Fällen durch die sogenannten Rhinoviren. Sie werden von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion übertragen.

Symptome von Erkältung und COPD im Vergleich

Ein Unterschied zwischen einer Erkältung und einer COPD sind auch die Symptome. Bei einer chronisch obstruktiven Erkrankung zeigen sich unterschiedliche Symptome, die jedoch alle einen Bezug auf die Atmung haben. Grund ist, dass die Bronchien und die Lunge betroffen sind. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

Das Giemen tritt beim Ausatmen auf und zeigt sich als ein sehr heller und pfeifender Ton. Die Atemnot tritt am Anfang vor allem in Situationen auf, bei denen der Körper unter Stress oder auch unter einer Belastung steht. Später nehmen die Atemprobleme zu.

Bei einer Erkältung sind die klassischen Symptome:

Bei jedem Erkrankten äußert sich eine Erkältung anders, allerdings weisen die meisten Betroffenen eines oder auch mehrere der genannten Symptome auf. Nicht selten ist es vor allem der Schnupfen, der einen ersten Hinweis auf die Erkältung gibt.

Husten und Halsschmerzen sind ebenso möglich, wie ein allgemeines Unwohlsein. Auch Kopfschmerzen können auftreten. In einigen Fällen leiden Betroffene unter einer erhöhten Temperatur. Hohes Fieber tritt bei Erkältungen dagegen eher selten auf.

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Wie werden Erkältung oder COPD diagnostiziert?

Eine umfangreiche Diagnose kann nur der Arzt stellen. In der Anamnese wird er sich durch den Patienten erst einmal die Symptome sagen lassen. Anhand der Symptome kann der Arzt eine erste Eingrenzung vornehmen und dem Patienten seine Vermutung mitteilen.

Bei einer Erkältung wird der Arzt einen Blick in den Rachen werfen und möglicherweise einen Abstrich nehmen. Er wird in die Ohren schauen und die Lunge sowie die Bronchien abhören. Anhand dieser Untersuchungsmethoden kann er eine Erkältung diagnostizieren und die passende Behandlung vorschlagen.

Die Diagnose einer COPD ist deutlich umfangreicher. Auch hier erfolgt erst einmal die Anamnese. Der Arzt wird die Krankengeschichte des Patienten aufschreiben und prüfen, ob mögliche Faktoren für die Erkrankung vorliegen. Dabei legt er den Fokus auf Husten und Auswurf. Beides sind Hinweise auf die Entwicklung einer COPD.

Es folgt eine körperliche Untersuchung. Bei dieser kontrolliert der Arzt die Lunge und wird prüfen, ob es Anzeichen für eine verminderte Sauerstoffversorgung gibt. Bei einem Verdacht ist es auch möglich, dass eine Überweisung zu weiteren Fachärzten erfolgt.

Erkältung und COPD Behandlungen im Vergleich

Diagnostiziert der Arzt eine Erkältung, wird er dem Patienten die Empfehlung geben, sich zu schonen. Schonung ist die wichtigste Säule der Therapie bei einer Erkältung. Der Körper kann sich im Schlaf erholen und so besser gegen den Befall mit Viren vorgehen.

Zudem ist es wichtig, die klassischen Punkte zu beachten:

Im Rahmen der Behandlung von COPD ist zwischen der Akut- und der Langzeittherapie zu unterscheiden. Die erste Empfehlung durch den Arzt an den Patienten wird der Hinweis sein, möglichst das Rauchen direkt aufzugeben. Hier kann bereits ergänzend mit Medikamenten gearbeitet werden, wenn sich der Patient dazu nicht in der Lage sieht.

Damit bei akuten Anfällen schnell reagiert werden kann, erhält der Patient Bronchodilatatoren, die kurzfristig wirken. Bei einer starken Atemnot kann er diese einnehmen und so schnell besser durchatmen.

Die Langzeittherapie hat das Ziel, die Symptome möglichst zu lindern und für den Patienten die Lebensqualität zu erhöhen. Eine COPD ist nicht heilbar. Der Therapieplan wird im Laufe der Zeit angepasst. 

Gerade dann, wenn sich der Zustand der Betroffenen verschlechtert, muss schnell reagiert werden. Eine Erhöhung der Dosierung wird möglicherweise notwendig.

Kann man gleichzeitig Erkältung und COPD haben?

Es besteht die Möglichkeit, dass Patienten, die unter einer COPD leiden, auch eine Erkältung bekommen. Eine chronisch obstruktive Bronchitis ist bereits ein Hinweis darauf, dass die Atemwege stark angegriffen sind. Wird die Erkrankung nicht gut behandelt, sind Patienten deutlich anfälliger für weitere Erkrankungen der Atemwege.

Die entzündlichen Prozesse in den Bronchien haben einen wichtigen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung. Das Immunsystem ist angegriffen. Daher haben es Rhinoviren normalerweise leicht, sich hier ebenfalls zu vermehren. Es ist also möglich, gleichzeitig eine Erkältung und COPD zu haben.

Bei COPD kann es zu Husten und Auswurf kommen. Dies ist auch eines der Symptome, das bei einer Erkältung auftreten kann. Bei einem zunehmenden Husten sollten Patienten daher abklären lassen, ob möglicherweise zusätzlich eine Erkältung vorliegt.

Eine Erkältung kann sich auch auf den weiteren Verlauf der COPD auswirken. Umso wichtiger ist es, dass die Erkrankung schnell und effektiv behandelt wird und der Patient seinem Körper Ruhe und Zeit gönnt, um sich zu entspannen.

Fazit: COPD und Erkältung lassen sich gut unterscheiden

Wer sich bis jetzt unsicher war, ob sich eine Erkrankung mit COPD und eine Erkältung auch wirklich unterscheiden lassen, der kann beruhigt sein. Die Symptome der Atemwegserkrankungen unterscheiden sich teilweise deutlich.

Zudem handelt es sich bei einer COPD um eine chronische Erkrankung. Betroffene haben lediglich eine Chance auf Heilung, wenn sie sich noch im Anfangsstadium befinden.

Die Erkältung ist dagegen innerhalb von zwei Wochen ausgeheilt. Allerdings kann sie bei COPD-Patienten auch zu weiteren Folgeerkrankungen führen und die Atemwege weiter angreifen. Daher spielt die Hygiene eine wichtige Rolle.

Um die Gefahr zu verringern, dass es zu einer Erkältung kommt, sollte auf Umarmungen und Händeschütteln verzichtet werden. Wer unterwegs ist, wäscht sich am besten regelmäßig die Hände.

Bei einer Erkältung ist es möglich und auch notwendig, die COPD-Therapie weiterzuführen. Medikamente sollten nicht einfach abgesetzt werden. Der Besuch beim Arzt gibt Aufschluss darüber, welche weiteren Behandlungsmethoden eingesetzt werden können.

Zudem wird der Arzt den Verlauf der Erkältung überwachen und so prüfen, ob sich die COPD verschlimmert oder die gesamte Medikation möglicherweise noch angepasst werden muss.

Quellen

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  1. R. Brenke: Das Potenzial der Sauna im Rahmen der Prävention – eine Übersicht neuerer Erkenntnisse. In: Forschende Komplementärmedizin. 2015, Band 22, Nr. 5, S. 320–325.
  2. Gesund werden: Erkältung & Grippe. Tipps zu Vorbeugung und Behandlung. IKK gesund plus. URL: ikk-gesundplus.de, zuletzt abgerufen am 03. April 2020.
  3. COPD: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Einsatz in Therapie und Prophylaxe. Herausgeber und Medieninhaber: Arznei und Vernunft, eine gemeinsame Initiative von Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger,
    Österreichischer Apothekerkammer, Österreichischer Ärztekammer und Pharmig. URL: www.arzneiundvernunft.at, zuletzt abgerufen am 21. Mai 2020.
  4. COPD. Herausgeber: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. URL: www.lungeninformationsdienst.de, zuletzt abgerufen am 19. Mai 2020.
  5. Helgo Magnussen, Bernd Disse u. a.: Withdrawal of Inhaled Glucocorticoids and Exacerbations of COPD. In: New England Journal of Medicine. 371, 2014
  6. Artikel und Merkblätter zum Thema: „Chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD“. Evidenzbasierte Patienteninformation des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 91 Abs. 3 Satz 4 SGB V. URL: www.g-ba.de, zuletzt abgerufen am 19. Mai 2020.