Stufen und Stadien der chronisch obstruktiven Bronchitis

Die chronisch obstruktive Bronchitis verläuft in mehrere Stufen. Die Therapieempfehlungen basieren auf dem aktuell bestehenden Stadium. Da COPD nicht heilbar ist, wird die Therapie darauf ausgelegt, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen. 

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Die Stadien bei COPD nach GOLD

Um einordnen zu können, in welchem Stadium der Erkrankung sich ein Betroffener befindet, wurden unterschiedliche Grundlagen festgelegt. Eine Grundlage entstand durch „GOLD“, eine Kommission aus Experten in dem Bereich der Atemwegserkrankungen.

Hier wird die Erkrankung in vier Stadien unterteilt:

Das Stadium der chronischen Bronchitis – GOLD 1

Das erste Stadium ist die chronische Bronchitis. Sie wird auch als Anfangsstadium von COPD bezeichnet. An diesem Punkt ist die Lungenfunktion bereits eingeschränkt. Eine Reduzierung von 20 % zeigt sich bei einem Funktionstest.

Die Symptome sind zu dieser Zeit nur gering, einige Betroffene haben noch gar keine Symptome. Die Lunge selbst hat jedoch schon einige Veränderungen, die bei einer Untersuchung erkennbar sind.

Es kann sich langsam ein chronischer Husten bilden. Zudem ist es möglich, dass Sekret und Auswurf entstehen. In einem Zeitraum von zwei Jahren zeigt sich langsam eine Verschlechterung. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Erkrankung noch im Anfangsstadium. Durch eine schnelle Reaktion kann sie gut eingeschränkt werden.

Das Stadium COPD – GOLD 2

Bei diesem Stadium ist bereits eine deutlich eingeschränkte Lungenfunktion zu erkennen. Der Bereich bewegt sich um eine Reduzierung zwischen 20 bis hin zu 50 %. Es kann bereits in diesem Stadium passieren, dass sich langsam ein Lungenemphysem bildet. Hier wird nun von COPD gesprochen.

Veränderungen der Lunge nehmen zu. Es ist nicht mehr möglich, dass sich diese Veränderungen wieder zurückbilden. Dies gilt auch dann, wenn der Betroffene direkt Medikamente bekommt und den Lebensstil anpasst.

Das Lungenemphysem – GOLD 3

Die COPD ist bereits weiter fortgeschritten. Dies heißt auch, dass die Lungenbläschen zerstört werden. Zudem erhöht sich der Umfang der Lunge, was es immer schwerer macht, richtig zu atmen.

Die Lungenfunktion kann schon zwischen 50 bis hin zu 70 % reduziert sein. Das Husten fällt immer schwerer, da der Auswurf sich kaum noch löst und besonders zäh ist. Der Husten hält Betroffene auch in der Nacht wach. Schon kleine Anstrengungen sind ausreichend, damit eine Atemnot eintritt.

Die exazerbierte COPD – GOLD 4

Bei diesem Punkt ist das Endstadium bereits erreicht. Die Lungenfunktion ist um 70 % oder auch mehr reduziert. Das bedeutet, der Körper des Betroffenen wird dauerhaft mit zu wenig Sauerstoff versorgt.

Die Einschränkungen für den Körper nehmen zu. Nicht nur mit Belastung, auch im Ruhezustand sind Betroffene nur noch schwer in der Lage, ruhig zu atmen.

Zu den häufigsten Ursachen für eine COPD gehört das Rauchen. Wird eine COPD festgestellt, ist der Patient angehalten, das Rauchen direkt einzustellen. Hier wird durch den Arzt ebenfalls eine Unterstützung in Form von Medikamenten zur Verfügung gestellt.

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Die Einteilung der COPD in Gruppen

Genutzt von Ärzten wird auch die Einteilung in Gruppen. Dies hängt damit zusammen, dass die Lungenfunktion noch keinen Aufschluss darüber gibt, wie stark die Lebensqualität des Patienten eingeschränkt wird. Hier muss unter anderem geschaut werden, wie häufig akute Verschlechterungen der Krankheit auftreten.

In dem Fall wird von Exazerbationen gesprochen. Anhand dieser Ergebnisse wird die Therapie für die Erkrankung zusammengestellt.

Genutzt für die Einstufung in Gruppen werden die Exazerbationen, die innerhalb des letzten Jahres aufgetreten sind. Dazu kommen noch Fragen rund um die Symptome und deren Ausmaß. Um dieses feststellen zu können, gibt es zwei verschiedene Bewertungssysteme.

Es handelt sich dabei um den CAT-Score oder auch dem mMRC. Mit welcher Bewertung der Arzt arbeitet, kann ein Patient vorher erfragen.

Anschließend erfolgt die Einteilung in die dazugehörige Gruppe. So kann festgestellt werden, welche Therapie sich für den Patienten eignet. Die Gruppen unterscheiden sich wie folgt:

  • Gruppe A mit einem mMRC-Wert von 0 bis 1 oder einem CAT unter 10
    In den vergangenen 12 Monaten hatte der Patient keine oder nur eine Exazerbation und nur geringe Symptome.
  • Gruppe B mit einem mMRC-Wert von wenigstens 2 oder einem CAT von mindestens 10
    Auch hier gab es in den vergangenen 12 Monaten keine oder nur eine Exazerbation, die Symptome sind aber stärker, als bei Gruppe A.
  • Gruppe C mit einem mMRC-Wert von 0 bis 1 oder einem CAT unter 10
    Der Betroffene hatte in den vergangenen 12 Monaten mindestens zwei Exazerbationen oder aber eine Exazerbation, die auch vor Ort im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Symptome sind gering.
  • Gruppe D mit einem mMRC-Wert von wenigstens 2 oder einem CAT von wenigstens 10
    Hier hatte der Patient in den vergangenen 12 Monaten mindestens zwei Exazerbationen oder eine Exazerbation, die im Krankenhaus behandelt werden musste. Zudem leidet er unter stärkeren Symptomen.

Die Begleiterkrankungen im Rahmen von COPD

Die Einteilung nach Stufen und Stadien richtet sich in erster Linie nach der Frage, wie weit COPD selbst schon fortgeschritten ist und welche Symptome auftreten. Dabei ist es jedoch auch wichtig zu wissen, dass die Erkrankung Begleiterkrankungen mit sich bringen kann. Für die Diagnose sind diese relevant, da sie in die Therapie einfließen müssen.

So kann sich COPD beispielsweise auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken. Es kann bei Patienten zu einer Herzschwäche oder zu Bluthochdruck kommen. Ebenfalls möglich sind koronare Herzerkrankungen.

Aber auch das zentrale Nervensystem wird beeinflusst. So kann es zu Depressionen oder aber zu einer Angststörung kommen. Muskelschwund und Knochenschwund zeigen sich möglicherweise im muskuloskelettalen System, während der Stoffwechsel auf andere Weise beeinflusst wird.

Es zeigen sich Verbindungen von COPD und Gewichtsverlust, dem metabolischen Syndrom oder auch Diabetes mellitus Typ 2. Auch Neoplasien in Form von einem Bronchialkarzinom sind möglich.

Fragen zur Einstufung in das aktuelle Stadium

Um die Therapie optimal durchführen und an den Patienten anpassen zu können, basiert die Anamnese erst einmal auf einigen Fragen, die der Arzt dem Patienten stellen wird.

Welche Fragen dies sind, ist grundsätzlich abhängig vom behandelnden Arzt. Es zeigt sich jedoch, dass viele Ärzte Fragen in einem ähnlichen Rahmen stellen. Diese können lauten:

  • Wie hat sich Ihre Leistungsfähigkeit in letzter Zeit verändert?
  • Sind Sie Raucher?
  • Bemerken Sie bei Belastungen eine zunehmende Atemnot?
  • Verspüren Sie die Atemnot auch im Ruhezustand?
  • Haben Sie einen Husten?
  • Bemerken Sie beim Husten einen Auswurf?
  • Sind bei Ihnen Erkrankungen bekannt?
  • Welche Symptome haben Sie?

Die Abfrage ist für den Arzt nur der erste Schritt. Um eine Diagnose stellen und eine Einteilung vornehmen zu können, ist eine körperliche Untersuchung notwendig. Diese startet normalerweise mit dem Abhören der Lunge.

So kann der Arzt feststellen, ob der Patient unter Atemgeräuschen leidet. Liegt ein Giemen vor, kann dies bereits ein Hinweis auf ein Lungenemphysem sein, was wichtig für die Zuordnung in das Stadium ist.

Durchführung von apparativen Untersuchungen ist notwendig

Um feststellen zu können, in welchem Stadium sich der Patient befindet, wird der Arzt mit apparativen Untersuchungsmethoden fortfahren. Im Fokus steht dabei der Lungenfunktionstest.

In den GOLD-Stadien spielt die Lungenfunktion eine wichtige Rolle um feststellen zu können, welche Zuordnung erfolgen soll. Aber auch eine Blutgasanalyse gibt Aufschluss über die aktuelle Funktion der Lunge.

Über die Spirometrie ist es möglich, das Atemvolumen des Patienten zu testen. Die Messung der Einsekundenluft sowie der Vitalkapazität ist hier durchführbar.

Fazit: COPD Stadien und Stufen basieren auf Symptomen und Exazerbationen

Die Lungenfunktion, die Exazerbationen in den vergangenen 12 Monaten sowie die aktuellen Symptome des Patienten geben einen Hinweis darauf, in welchem Stadium sich der Patient befindet. Sie sind eine große Hilfe bei der Zuordnung.

Umso wichtiger ist es, dass der Patient gerade in Bezug auf die Symptome genaue Auskünfte geben kann.

Nach der Einordnung in eines der Stadien ist es möglich, einen effektiven Therapieplan zu erstellen. Die Kombination der Medikamente für den akuten Fall und für die langfristige Therapie, muss genau auf den Patienten abgestimmt werden.

Nur so kann auch sichergestellt werden, dass die Lebensqualität des Patienten sich auf die Dauer verbessern lässt.

Quellen:

  1. COPD: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Einsatz in Therapie und Prophylaxe. Herausgeber und Medieninhaber: Arznei und Vernunft, eine gemeinsame Initiative von Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Österreichischer Apothekerkammer, Österreichischer Ärztekammer und Pharmig. URL: www.arzneiundvernunft.at, zuletzt abgerufen am 21. Mai 2020.
  2. COPD. Herausgeber: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. URL: www.lungeninformationsdienst.de, zuletzt abgerufen am 19. Mai 2020.
  3. Helgo Magnussen, Bernd Disse u. a.: Withdrawal of Inhaled Glucocorticoids and Exacerbations of COPD. In: New England Journal of Medicine. 371, 2014
  4. Artikel und Merkblätter zum Thema: „Chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD“. Evidenzbasierte Patienteninformation des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 91 Abs. 3 Satz 4 SGB V. URL: www.g-ba.de, zuletzt abgerufen am 19. Mai 2020.
  5. BÄK, AWMF, KBV, GPP, DGP, DGIM, DEGAM, AkdÄ, Deutsche Atemwegsliga
    (Hrsg). Nationale Versorgungsleitlinie Asthma 2005. Berlin. URL: www.leitlinien.de, zuletzt abgerufen am 21. Mai 2020.