Aspirin Complex

Aspirin Complex® erhalten die Patienten in zwei Formen: als Granulat und Heißgetränk. Das entzündungshemmende und fiebersenkende Mittel eignet sich zur symptomatischen Behandlung von Schleimhautschwellungen. Im Rahmen eines Schnupfens oder einer Erkältung, therapiert die Arznei eine verstopfte Nase sowie entzündete Nebenhöhlen. Zu den Nebenwirkungen von Aspirin Complex® gehört eine Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit.

Aspirin Complex® - die Definition der Arznei

Bei dem Medikament Aspirin Complex® handelt es sich um ein schmerzlinderndes und entzündungshemmendes Mittel. Durch die nasenschleimhautabschwellenden Eigenschaften etabliert es sich als nützliches Medikament bei Grippe (Influenza) oder einer Erkältung. Das weiße Granulat und das Heißgetränk enthalten zwei aktive Wirkstoffe: Acetylsalicylsäure und Pseudoephedrinhydrochlorid.

Aspirin Complex

Das apothekenpflichtige Mittel stammt vom Anbieter Bayer Vital GmbH. Die Patienten nutzen das Granulat, um eine Suspension zum Einnehmen herzustellen. Neben den aktiven Wirkstoffen enthält es folgende Bestandteile:

  • wasserfreie Citronensäure,
  • Apfelsinen-Aroma,
  • Saccharin,
  • Saccharose,
  • Hypromellose.

Das Heißgetränk enthält zusätzlich die Aromen von Eukalyptus und Minze.

Minze

Die Anwendungsgebiete von Aspirin Complex®

Das Kombinationspräparat nutzen Patienten, sofern sie an Schnupfen mit Fieber und Schmerzen leiden. Dank seiner Inhaltsstoffe lindert das Mittel Gliederschmerzen, senkt eine hohe Körpertemperatur und besitzt entzündungshemmende Eigenschaften.

Die aktiven Wirkstoffe und der Wirkkomplex

Aspirin Complex® enthält die Wirkstoffkombination Pseudoephedrin und Acetylsalicylsäure, kurz ASS genannt. Diese verhindert im Organismus die Bildung fieber- und entzündungsauslösender Substanzen. Gleichzeitig wirkt sie blutverdünnend und befreit den Körper von Schmerzen. Aus dem Grund wirkt sie gegen Migräne und Gliederbeschwerden.

Das Pseudoephedrin gilt als effektiver Schnupfen-Wirkstoff. Dringt er in den Organismus, sorgt er für eine Verengung der Gefäße. Dadurch schwellen die Schleimhäute in der Nase für bis zu sechs Stunden ab. Die orale Einnahme ermöglicht den abschwellenden Effekt in den schwer zugänglichen Nasennebenhöhlen. Miteinander kombiniert, bekämpfen beide Wirkstoffe die bei einer Erkältung auftretenden Symptome.

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Dosierung und Einnahme des Kombipräparats

Aspirin Complex® eignet sich für Personen über dem 16. Lebensjahr. Das weiße Granulat erhalten die Patienten in abgepackten Beuteln. Bei einer Infektion mit schweren Begleiterscheinungen nehmen sie zwei Beutelinhalte und vermischen sie mit Wasser. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei sechs Beuteln. Die Einzeldosis wiederholen die Anwender in Intervallen von sechs bis acht Stunden.

Das Heißgetränk erhalten sie ebenfalls als Pulver, das sie in eine Tasse geben. Darüber gießen sie warmes, aber nicht kochendes Wasser. Aspirin Complex® nehmen die Verbraucher unabhängig von einer Mahlzeit ein.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die beiden aktiven Wirkstoffe im Kombinationspräparat gehen mit individuellen Nebenwirkungen einher. Durch die Acetylsalicylsäure drohen beispielsweise:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautreaktionen, Allergien oder Atembeschwerden),
  • Verdauungsstörungen und Magenschmerzen,
  • Übelkeit und Erbrechen,
  • eine Magenschleimhautentzündung
  • sowie Durchfall.

Ferner klagen Patienten über Magen-Darm-Blutungen, Blutstuhl oder Bluterbrechen. In Einzelfällen führt ASS zur Eisenmangel-Blutarmut. Weitere unerwünschte Nebeneffekte bilden Magen-Darm-Geschwüre mit Durchbrüchen sowie Funktionsstörungen der Leber. Der Wirkstoff verdünnt das Blut, sodass eine verstärkte Blutungsneigung auftritt. Bei einer Überdosierung bemerken die Betroffenen Schwindel und Ohrensausen.

Der Schnupfen-Wirkstoff Pseudoephedrin geht bei unbehandeltem Bluthochdruck mit einem Blutdruckanstieg einher. Zusätzlich klagen vorrangig ältere Patienten über Schlaflosigkeit und Herzrasen. Selten kommt es durch den Inhaltsstoff zu Wahnvorstellungen. Personen mit einer vergrößerten Vorsteherdrüse droht der Harnverhalt. Weiterhin kommt es zu Hautreaktionen wie:

  • Ausschlag,
  • Juckreiz
  • und Nesselsucht.

Aspirin Complex® in Verbindung mit anderen Medikamenten

Nehmen Patienten Aspirin Complex® ein, drohen Wechselwirkungen mit anderen Substanzen. Die Acetylsalicylsäure verstärkt die Wirkung von Blutverdünnern. Zu ihnen zählen ebenfalls Thrombozytenaggregationshemmer. Speziell in Kombination mit Clopidogrel und Warfarin entsteht ein gesundheitsschädigender Effekt.

Bei Patienten mit Herzmuskelschwäche steigert ASS die Wirkung vom Herzglykosid Digoxin. Gleiches gilt für:

  • Stoffe, die den Blutzucker senken (Insulin, orale Antidiabetika),
  • nicht steroidale Antirheumatika,
  • Glukokortikoide.

Letztere kennen Laien unter dem Namen Kortison. In Verbindung mit ASS erhöht sich das Risiko einer Magen-Darm-Blutung. Ferner steigert sich durch den aktiven Wirkstoff der Wirkmechanismus des Krebs- und Rheumamedikaments Methotrexat und des Antiepileptikums Valproinsäure.

Bei anderen Substanzen schwächt ASS die Wirkung ab. Hierzu zählen Entwässerungsmittel aus den Wirkstoffgruppen der Aldosteronantagonisten. Ähnlich verhält es sich mit Schleifendiuretika und Blutdrucksenkern. Durch die Acetylsalicylsäure funktionieren Gichtmittel unzureichend.

Pseudoephedrin verstärkt die Wirkung des Asthma-Medikamentes Salbutamol. Ebenso ergibt sich aus der Einnahme ein Wirkungsanstieg bei Arzneien gegen Depressionen, einschließlich der MAO-Hemmer. Nehmen die Verbraucher weitere Mittel zur Schleimhautabschwellung ein, steigt deren Effekt auf den Organismus ebenso.

Dagegen schwächt der Wirkstoff blutdrucksenkende Präparate wie Betablocker und Guanethidin. Gleiches gilt für das Parkinson-Medikament Methyldopa.

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Gegenanzeigen zur Einnahme von Aspirin Complex®

Keinesfalls nehmen die Verbraucher Aspirin Complex® ein, wenn das Risiko einer Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe besteht. Weitere Kontraindikatoren sind:

  • ein Geschwür des Magens oder des Zwölffingerdarms,
  • erhöhte Blutungsneigung,
  • schweren Versagen von Niere oder Leber,
  • Herzmuskelschwäche,
  • schwerer Bluthochdruck (Hypertonie),
  • koronare Herzkrankheit.

Ebenso existieren Krankheiten, bei denen das Kombipräparat zu einem verschlechterten Verlauf führt. Folglich nehmen Betroffene das Mittel ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht ein. Notwendig zeigt sich dies zudem bei:

  • gleichzeitiger Behandlung mit Gerinnungshemmern,
  • einer Schilddrüsenüberfunktion,
  • einer Überempfindlichkeit gegen andere Entzündungshemmer,
  • der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
  • Durchblutungsstörungen des Herzmuskels.

Leiden männliche Patienten an einer gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse, erfolgt die Einnahme des Präparats nach Beratung mit dem behandelnden Arzt.

Keinesfalls geben Eltern ihren Kindern Aspirin Complex®. ASS löst unter Umständen das lebensgefährliche Reye-Syndrom aus.

Wichtige Warnhinweise in Zusammenhang mit Aspirin Complex®

Durch die Anwendung des Medikaments droht eine verzögerte Reaktionsfähigkeit. Der Nebeneffekt verstärkt sich durch den Konsum von Alkohol. Ohne den ärztlichen Rat nehmen die Patienten das Kombipräparat maximal drei Tage hintereinander ein.

In dem Granulat und im Heißgetränk befindet sich Zucker, Sucrose genannt. Dieser Inhaltsstoff führt bei einigen Patienten zu allergischen Reaktionen. Diese äußern sich beispielsweise in:

  • Schnupfen,
  • Juckreiz,
  • Hautrötungen,
  • einer Schwellung der Schleimhaut,
  • geröteten Augen,
  • einer Verengung der Atemwege.
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Klinische Studien zum Kombipräparat Aspirin Complex®

Im Jahr 2013 erschien die Studie “Analgesic and decongestant efficacy of the combination of aspirin with pseudoephedrine in patients with symptoms of upper respiratory tract infection“. Die Verfasser Ronald Eccles und Michael Voelker resümieren darin die Ergebnisse der Vishnu-Studie. In dieser untersuchte Bayer den Nutzen der Wirkstoffkombination im Vergleich zu den Einzelwirkstoffen ASS und Pseudoephedrin sowie einem Placebo.

833 Personen nahmen an der doppelblinden randomisierten Studie in Großbritannien teil. Die Teilnehmer litten an einer Schwellung der Nasenschleimhaut und Schmerzen bei einer akuten viralen Infektion der oberen Atemwege. Sie erhielten täglich 1000 Milligramm ASS, 60 Milligramm Pseudoephedrin, das Placebo-Granulat oder zwei Beutel Aspirin Complex®.

Bereits drei Tage nach Behandlungsbeginn bewies das Kombinationspräparat seine Überlegenheit gegenüber den Monosubstanzen. Während der Studie traten bei den Teilnehmern keine unerwünschten Ergebnisse oder schwere Nebenwirkungen auf.

Quellen:

  1. Verena Arzbach: Neue Studie zu Aspirin Complex. In: Pharmazeutische Zeitung online, Fachzeitschrift im Internet für Pharmazie, Medizin, Gesundheitspolitik und Wirtschaft. Beitrag erschienen in Ausgabe 36/2013. URL: www.pharmazeutische-zeitung.de, zuletzt abgerufen am 08. April 2018.
  2. Aspirin® Complex. In: Aspirin.de. URL: www.aspirin.de, zuletzt abgerufen am 08. April 2018.
  3. GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER: Aspirin Complex 500 mg/30 mg – Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen. In: Bayer.at. URL: www.bayer.at, zuletzt abgerufen am 08. April 2018.
  4. Ronald Eccles, Michael Voelker. Analgesic and decongestant efficacy of the combination of aspirin with pseudoephedrine in patients with symptoms of upper respiratory tract infection. URL: onlinelibrary.wiley.com, zuletzt abgerufen am 08. April 2018.
  5. F. v. Bruchhausen, H. Hager: Hagers Handbuch Der Pharmazeutischen Praxis. Band 2: Methoden. Springer-Verlag, 1994, S. 43–44, 124.